zurück zur Seit Bilder Themenwanderung und Festungsführung am 28. Oktober 2012 Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich die Wanderer, dem Regionalparkweg folgend, auf ihre 7 km lange Strecke zur Rüsselsheimer Festung. Dort schlossen sich weitere Teilnehmer an um bei einer Führung einen Einblick in 600 Jahre wechselvolle Geschichte einer der bedeutendsten Festungsanlagen Hessens zu gewinnen. 1399 als „festes Haus“ der Grafen von Katzenelnbogen erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gebäude knapp 40 Jahre später zu einer befestigten Burg ausgebaut und hatte besondere Bedeutung im Schmalkaldischen Krieg. Die ursprünglichen Grundmauern sind heute im Innenhof als helle Pflastersteine dargestellt. Von dort gelangt man in den inneren Wallgraben wo den Teilnehmern ein Einblick in das Leben der Landsknechte vermittelt wurde. In Barracken nicht gerade gemütlich untergebracht mussten sie ihren Wachdienst auf dem Wall verrichten. Weil ihnen dabei oft langweilig war rauchten sie gerne mal eine Pfeife. Davon zeugen die vielen zerbrochenen Tonpfeifen die in der Brunnenstube zu sehen sind, hier befand sich auch die Kochstelle. Über einen Schacht wurde das Essen auf den Wall befördert. Mit den hygienischen Verhältnissen war es auch nicht zum Besten bestellt. Die „Plumpsklos“ ragten über die Aussenwände der Festung und das „Geschäft“ landete im Wallgraben. Ein Rundgang auf der vollständig begehbaren Wallanlage bietet Ausblicke auf den fast quadratischen Gebäudekomplex. Zum Abschluss der interessanten und kurzweiligen Führung ging des noch in den äußeren Wallgraben mit den Resten des Ostrondells. Wer mehr über die Geschichte der Festung, das Leben und Arbeiten in Rüsselsheim erfahren will dem sei ein Besuch in dem preisgekrönten Museum empfohlen.