zurück zur Seite Bilder "Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung…" An ein KZ-Außenlager erinnert ein historischer Lehrpfad im Walldorfer Wald den der Rüsselsheimer Odenwaldklub am 27. September 2015 besuchte. Cornelia Rühlig, Museumsleiterin der Stadt Mörfelden-Walldorf, erklärte die Gedenktafeln und schilderte eindrucksvoll unter welchen Bedingungen hier von August bis November 1944  1700 jüdische Ungarinnen inhaftiert waren um eine erste betonierte Rollbahn auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens zu bauen. Die Frauen waren zwischen 13 und 45 Jahre alt und mussten weit mehr arbeiten als es ihre körperliche Verfassung zuließ. Die Ernährung war völlig unzureichend, eine dünne Kraut- oder Rübensuppe mit einem Stück trockenem Brot morgens und abends, führte zu Unterernährung. Dazu kamen Infektionen, Durchfall, Läuse und Unterkühlung. Denn bald setzte der Frost ein und die Frauen trugen nur dünne Kleider und unzureichendes Schuhwerk. Ein kleiner Pfad führt zum freigelegten Keller der ehemaligen Küchenbaracke wo sich schreckliche Szenen abgespielt haben. Die SS-Wachmannschaften bestraften die Frauen für die kleinsten Vergehen. Eine Augenzeugin gab 1945 in Budapest zu Bericht: "Ungarische Häftlinge wurden in den Keller geschleppt und dort solange geprügelt bis sie tot umfielen". Weil der Frost früh einsetzte wurde der Bau der Rollbahn immer schwieriger, Betonieren war nicht mehr möglich. Außerdem nahmen die Bombardements der Alliierten zu. Deshalb wurden die Häftlinge in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Von den ursprünglich 1700 jungen Mädchen und Frauen, die Zitat "In dem Alter, als wir jung und schön sein wollten, wurden wir abgeholt und deportiert…"überlebten nur etwa 350 bis 400.