Wanderung zu Kalkbrennöfen, Eisenbaum und Wachturm

Trotz des nicht gerade einladenden Wetters trafen sich am Sonntag, den 12. Oktober zahlreiche Mitglieder und Gäste des Rüsselsheimer Odenwaldklubs zu einer rund 14 km langen Rundwanderung durch die Flörsheimer Schweiz. Nach der Überquerung der Opelbrücke führte der Regionalparkweg die Wanderer zunächst zu den Überresten der Kalkbrennöfen in der Nähe des Stadtteils Keramag/Falkenberg. Sie datieren auf das Jahr 1740 zurück und gehörten zu einer Ziegelhütte. Als ehemalige Hochindustrieanlagen haben sie technologische Bedeutung und erinnern an einen Berufszweig, der bis ins 19. Jahrhundert in fast jeder Stadt zu finden war, heute jedoch ausgestorben ist, die Kalkbrenner. Von diesem eindrucksvollen Industriedenkmal ging es weiter zum Eisenbaum. Bei Sonnenschein hat man von der in 9 m Höhe angebrachten Plattform einen herrlichen Blick und kann seiner Geschichte lauschen. Der Nebel machte den Teilnehmer allerdings einen Strich durch die Rechnung und der Baum blieb, wie seine echten Kollegen, sprachlos. Weitgehend im Nebel lagen auch das Naturschutzgebiet Wickerbachsaue und die Flörsheimer Warte, einer zeitgemäßen Rekonstruktion des historischen Turmes aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Sie wurde damals als einer von vier Wachtürmen entlang der „Kasteler Landwehr“ zum Schutz des kurmainzischen Territorium errichtet. Nach einer Pause und der Verkostung Rheingauer Weinerzeugnisse machte man sich auf die letzte Etappe durch den Weinlaubengang zu den Steinskulpturen und schließlich nach Flörsheim. Zur Schlußrast im dortigen Bootshaus gesellten sich auch die Wanderwarte zu der Gruppe. Markus Faller und Alfons Caprano hatten an der jährlich stattfindenden Tagung der Wanderwarte des Gesamt-Odenwaldklubs teilgenommen und dort viele Anregungen für den neuen Wanderplan bekommen. Auf den sind wir gespannt....

Ursula Schmidt

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