Naturschutzwanderung Mönchbruch

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 175. Jubiläum des Kreises Groß-Gerau trafen sich Mitglieder der Ortsgruppen des Odenwaldklubs Groß-Gerau und Rüsselsheim zu einer gemeinsamen Naturschutzwanderung am ehem. Jagdschloß Mönchbruch durch das zweitgrößte Naturschutzgebiet Hessens. Nach ersten anschaulichen Begegnungen mit der Tollkirsche und der Knoblauchsrauke führte der Nauheimer Landschaftspfleger Thomas Arnold die Gruppe zu den aus der Eiszeit stammenden Sanddünen und bronzezeitlichen Hügelgräbern. Hier erklärte er auch eindrucksvoll Adlerfarn, Schöllkraut und das klebrige Labkraut. Nach Überquerung der Bundesstraße kamen die Teilnehmer in den artenreichen Eichen- Hainbuchenwald mit seinen Wassergräben und Stauwehren, Laichgewässer des, während der Paarungszeit bläulich gefärbten Moorfrosches, Logo des Naturschutzgebietes, des Kammolches und Heimat vieler Wasserpflanzen. Durch den Erlen-Eschen-Sumpfwald und über die Neuwegdammbrücke kam man zur Startbahn-West. Hier erinnerte Arnold an die alten und neuen Kämpfe für die Natur und die gebrochenen Versprechen der Politiker. Westlich der Startbahn hat sich unter der Hochspannungsleitung eine Heidelandschaft gebildet, die trotz Eingriff des Menschen heute ein hochinteressanter Lebensraum nicht nur für Neuntöter und Schwarzkehlchen ist. Nach der Mittagsrast in der Klubhütte des Rüsselsheimer Odenwaldklubs teilte sich die Gruppe, um auf unterschiedlichen Wegen zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Ursula Schmidt

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