Odenwaldklub besucht die SoLaWi Rüsselsheim Zu seiner jährlichen Naturschutzwanderung hatte der OWK Rüsselsheim am Sonntag, den 20. Oktober eingeladen, und am vereinbarten Treffpunkt in Haßloch fanden sich 20 Mitglieder und Gäste ein. Ziel der Wanderung war die SoLaWi Rüsselsheim, also die solidarische Landwirtschaft Rüsselsheim. Dort wollten wir erfahren, was sich genau dahinter verbirgt, und wie hier eine nachhaltige Landwirtschaft betrieben wird. So ging es denn trotz etwas schmuddeligem Wetter zunächst an der Horlache entlang in südliche Richtung, am Tierheim vorbei und dann Richtung Königstädten. Dort querten wir die Landstraße und von nun an ging es über Feldwege, bis nach rund 6 km die SoLaWi erreicht war. Vor Ort traf man sich mit 6 Mitgliedern des BUND Kreisverbandes Groß- Gerau, welche im Vorfeld ebenfalls eingeladen wurden. Nun übernahm Toni Groß, nicht zu verwechseln mit dem Fußballer, ein Gründungsmitglied der SoLaWi Rüsselsheim die Runde und erzählte zunächst die historischen Hintergründe. Außerdem wurde darauf eingegangen, wie die SoLaWi funktioniert, wie man Mitglied werden kann, und wie der Ablauf über das Jahr gesehen aussieht. Grob gesagt kann man einen Anteil für ein Jahr erwerben, muss dafür einen monatlichen Betrag entrichten, und kann dann jede Woche in einem Verteilerdepot die frisch geernteten Produkte abholen. Der Anbau und die Pflege obliegen dabei einem professionellen Gärtner und Helfern. Zweimal im Jahr ist für Mitglieder dann auch Mithilfe erwünscht, vor allem bei der Kartoffelernte, wo viel Handarbeit von Nöten ist. Dann öffnete Toni für uns das Foliengewächshaus, wo man direkt die Feldfrüchte begutachten konnte. Es gab u.a. Tomaten, Paprika und Chili zu begutachten, und es wurde auch vereinzelt probiert. Der Anbau erfolgt dabei immer nach streng biologischen Maßstäben, Gift oder Pestizide sind hier tabu. Nach einer Stunde umfangreicher Information machte sich die Gruppe dann auf den Rückweg. Dabei hielt man sich direkt in Richtung Königstädten, wo noch einmal ein Zwischenstopp auf der Königstädter Kerb eingelegt wurde. Nach erfolgter Stärkung ging es dann wieder zurück nach Haßloch, wo nach 12 km und vielen neuen Eindrücken der Wandertag zu Ende ging. Das Wetter hatte sich im Lauf des Tages entschieden, besser zu werden, und so war es rundherum eine schöne Naturschutzwanderung.